Sperrstelle Rheinau

Mit dem Ordonnanzrad zur Sperrstelle Rheinau – unterwegs an der Grenze der Geschichte (mit Roli Pfeiffer.)

Die Sperrstelle Rheinau (Armeebezeichnung Nr. 651) war eine Grenzbefestigung der Grenzbrigade 6 der Schweizer Armee. Sie gilt als militärhistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung. (Wikipedia)


Die Sperrstelle Rheinau gehört zu den eindrücklichen Relikten der Schweizer Landesverteidigung aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Eingebettet in die besondere Lage von Rheinau – einer Halbinsel, die auf drei Seiten von Deutschland umgeben ist – wurde hier eine strategisch wichtige Verteidigungsstellung errichtet.

Mehrere Bunker, Hindernisse und befestigte Stellungen sollten im Ernstfall den Übergang über den Rhein sichern und eine mögliche Invasion verzögern. Die Anlage ist Teil des sogenannten Schweizer Reduit, mit dem sich die Schweiz im Zweiten Weltkrieg auf einen Verteidigungsfall vorbereitete.


Unterwegs wie früher

Besonders stimmig wird die Szenerie durch das Fahrzeug:
Ein originales Ordonnanzrad – Baujahr 1939 – ein Schwalbe-Ordonnanzrad der Firma Rüegg, perfekt restauriert und vollständig im Stil der 1940er-Jahre.

Mit genau so einem Fahrrad hätten sich damals Meldefahrer zwischen den Stellungen bewegt. Die Kombination aus historischer Umgebung und authentischem Material lässt die Geschichte fast greifbar werden.


Realität vs. Romantik

Ganz so heldenhaft wie früher verlief die Anreise von Rolli Pfeiffer dann aber doch nicht:

Geplant war, nur bis Marthalen das Postauto zu nehmen und den Rest stilgerecht mit dem Rad zurückzulegen.
In der Praxis endete die Fahrt allerdings früher als gedacht – und der Rest wurde dann doch bequem im Postauto absolviert 😄

Ein ehrlicher Moment, der zeigt:
Auch wenn das Material von damals stammt – unsere Kondition ist es nicht unbedingt 😉


Geschichte zum Anfassen

Vor Ort bot sich die seltene Gelegenheit, die Anlage gemeinsam mit einem lokalen Historiker zu erkunden und fotografisch festzuhalten. Die Bunker von Rheinau sind heute noch erstaunlich gut erhalten und vermitteln einen direkten Eindruck davon, mit welchem Aufwand die Schweiz ihre Grenzen sicherte.


Fazit

Solche Orte zeigen eindrücklich, dass das Ordonnanzrad nicht einfach ein altes Fahrrad ist – sondern Teil einer grösseren Geschichte.
Wer mit so einem Rad unterwegs ist, bewegt sich immer auch ein Stück weit durch die Vergangenheit.

Links:

  • https://bunkerfreunde.ch/anlagen_zh_rheinau.html
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Sperrstelle_Rheinau

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Kommentare

Antworten auf «Sperrstelle Rheinau»

  1. Avatar von Roland Wyss
    Roland Wyss

    Tönt interessant und ist von Frauenfeld in Frd-Distanz. Somit ein Ausflugsziel.

  2. Avatar von Pfeiffer Roland
    Pfeiffer Roland

    Sehr toller Bericht! Gratuliere Philippe.
    Ja der Weg nach Rheinau ist eigentlich nicht der anspruchsvollste. Aber wie Du geschrieben hast, wenn die Kondition nicht dem entspricht, welche an ein Radfahrer gestellt wurde, dann gibts zum Glück das Postauto 😉

    Ein Besuch der Anlage kann ich nur empfehlen. Es werden auch Führungen angeboten. Informationen dazu bekommt man bei der Gemeinde Rheinau.

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