Ich hab’s mindestens versucht

Die Ausgangslage war günstig: Rahmentasche von 1932, noch links öffnend (eine der letzten linksöffnenden Taschen), Bänderung noch original (ohne Druckknöpfe). Einziger Mangel: die unsägliche «Dekorations-Farbe» … Habe alles versucht, diese wegzubringen – keine Chance. Auch der Hockdruckreiniger konnte da nichts ausrichten 🙂

Zufriedene Gesichter

Was lange währt, wird endlich gut. Ein restauriertes 26er Ordonnanzrad konnte nach geduldig ertragener Wartezeit seinem neuen Besitzer überreich werden. Die schöne Messinglocke war eine kleine, aber feine Zugabe.

Ebenfalls von langer Hand geplant war ein Besuch aus Berlin. Denn von Uetendorf aus wollten sich diese drei stammen Herren mit den eben erworbenen Militärvelos nach Hause begeben. Am ersten Tag wurden gleich 120 Kilometer zurückgelegt.

Interessant an diesem 45 Schweizer Militärfahrrad ist der Umstand, dass Lenker und Sattelstütze maximal auf Körperlänge von 196 cm angepasst wurden.

Wir wünschen viel Ausdauer und viel Freude für den Nachhauseweg.

Ganz schön krumm

Theoretisch könnte man dieses Kettenrad mit viel Liebe, Geduld und Sorgfalt wieder zurechtbiegen, wortwörtlich 🙂 Ich habe mich aber für einen Austausch entschieden.

Übrigens: hier ist zu sehen, wie die Kettenräder damals in Serie gefertigt wurden (ok, nur ein sehr kleiner Ausschnitt): Beitrag auf SRF

Das wird toll

Diese Woche eine neuerliche Militärvelo-Restauration in Angriff genommen: Cosmos 1943. Alles original, ausser die Pedale. Nach der Pulverbeschichtung geht’s an den Zusammenbau. Weitere Updates folgen.

Noch ein Kuriosum

Die Tretlagermuffe wurde ja gegossen (meist von GF in Schaffhausen). Warum genau hier die rechte Kurbel am Rahmen dieses 83er Militärrades schleift, ist mir nicht ganz klar. Ob die Giessform Toleranzen hatte? Jedenfalls war eine (zu)lange Tretlagerwelle verbaut – nun weiss ich warum. Aber das Kuriosum bleibt …

Hulk, der Starke, war hier am Werk:

Das ist ärgerlich

Habe ein schönes Militärvelo fertig gestellt. Nachdem ich das Ordonnanzfahrrad vom Bock genommen habe und mit der Schlusskontrolle beginnen wollte, fiel mir die Lenkerasymmetrie sofort auf: der rechte Bogen (die rechte Hälfte) war viel tiefer, also verbogen. Optisch fiel mir dieser Umstand aber nicht auf.

Einmal mehr frage ich mich, wie man ein solche Belastung auf das Lenkerrohr bringen kann.

Wie dem auch sei – ich beginne nun wieder mit der Demontage 🙁

Bombenfest

Ok, das ist ein Fixkonus. Dieser muss fix auf die Achse geschraubt werden. Schon klar. Aber er wurde zusätzlich derart mit einer Lösung fixiert, dass der Konus beim Lösen im festgeklebten Bereich regelrecht geborsten ist. Krasse Schraubensicherung.